Meknès entdecken: Kaiserstadt, Bab Mansour und Volubilis
Nur eine Autostunde von Fès entfernt ist Meknès bis heute die am wenigsten besuchte der vier Königsstädte Marokkos — genau das macht den Besuch so angenehm. Unter Sultan Moulay Ismail im großen Stil erbaut, besitzt die Stadt bis heute das monumentale Tor Bab Mansour, riesige königliche Kornspeicher und eine UNESCO-Medina ganz ohne das Gedränge von Fès oder Marrakesch. Viele Reisende verbinden den Besuch an einem Tag mit den nahen römischen Ruinen von Volubilis.
Meknès ist eine der vier Königsstädte Marokkos, im großen Stil unter Sultan Moulay Ismail (1672-1727) erbaut, der aus ihr ein 'marokkanisches Versailles' machen wollte. Das berühmteste Bauwerk, Bab Mansour, ein monumentales Tor, das 1732 fertiggestellt wurde und mit Zellige-Kacheln sowie Marmorsäulen verziert ist, zählt zu den schönsten Toren Nordafrikas. In der Nähe ergänzen die Kornspeicher von Heri es-Souani und das Mausoleum von Moulay Ismail — eine der wenigen religiösen Stätten Marokkos, die Nicht-Muslimen teilweise zugänglich ist — den Rundgang. Die Medina von Meknès, seit 1996 UNESCO-Weltkulturerbe, ist deutlich ruhiger und weniger touristisch als jene von Fès oder Marrakesch. Meknès liegt etwa eine Stunde mit dem Auto oder der Bahn von Fès entfernt, was es zu einem sehr beliebten Tagesausflug macht, oft kombiniert mit den römischen Ruinen von Volubilis, rund 30 Minuten weiter.
1. Die kaiserlichen Bauwerke von Moulay Ismail
Bab Mansour, das Tor des Sultans
1732 vom Sohn Moulay Ismails fertiggestellt, gilt Bab Mansour als eines der schönsten monumentalen Tore Nordafrikas. Die riesigen Bronzetüren sind von vielfarbigen Zellige-Kacheln und Marmorsäulen umrahmt — einige davon stammen von den nahen römischen Ruinen von Volubilis. Es ist das unverwechselbare Wahrzeichen der Stadt, am Rand des Platzes El Hedim.
Heri es-Souani, die königlichen Kornspeicher
Ein kurzes Stück weiter vereint Heri es-Souani die ehemaligen königlichen Kornspeicher und Ställe, die Moulay Ismail errichten ließ, um Getreide zu lagern und Tausende Pferde zu versorgen. Die riesigen Gewölbesäle und das unterirdische Lagersystem, das ganzjährig für kühle Temperaturen sorgte, liegen heute teilweise in Ruinen, wirken aber weiterhin eindrucksvoll und sind sehr fotogen.
Das Mausoleum von Moulay Ismail
Das Grab des Sultans selbst lässt sich in einer Anlage aus Innenhöfen besichtigen, die mit Zellige-Kacheln und geschnitztem Zedernholz verziert sind. Es ist eine der wenigen religiösen Stätten Marokkos, die Nicht-Muslimen teilweise zugänglich ist (in bestimmten Innenhöfen) — eine Ausnahme, die den Besuch besonders lohnenswert macht.
2. Die Medina von Meknès: UNESCO-Erbe ohne Gedränge
Seit 1996 UNESCO-Weltkulturerbe, gilt die Medina von Meknès oft als die am besten erhaltene und am wenigsten touristische unter den großen Kaisermedinas Marokkos. Kleiner und ruhiger als jene von Fès oder Marrakesch, lässt sie sich in aller Ruhe durchstreifen — Leder, Stoffe, Gewürze — ganz ohne den Verkaufsdruck und das Gedränge der großen Städte. Eine ausgezeichnete Option für alle, die Fès bereits gesehen haben und ein authentischeres, entspannteres Erlebnis suchen.
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3. Meknès und Volubilis: der klassische Tagesausflug ab Fès
Meknès liegt etwa eine Autostunde (oder Bahnstunde) von Fès entfernt und zählt damit zu den am einfachsten zu organisierenden Tagesausflügen ab der Königsstadt. Die meisten Reisenden fahren weiter zu den römischen Ruinen von Volubilis, rund 30 Minuten weiter mit dem Auto, und verbinden beide Orte an einem Tag: Vormittag in Meknès (Bab Mansour, Heri es-Souani, die Medina), Mittagessen, dann ein Nachmittag zwischen Mosaiken und Säulen der antiken römischen Stadt.
Die Region um Meknès ist zudem für ihre Weinberge und Olivenhaine bekannt: Es ist eine der wenigen Gegenden Marokkos mit echtem Weinanbau, ein Erbe der französischen Kolonialzeit — ein Detail, das Reisende in einem mehrheitlich muslimischen Land oft überrascht.
Um den Aufenthalt in der Region zu verlängern, lohnt sich ein Blick in unseren Guide Was in Fès unternehmen oder unseren Guide Ifrane und Azrou für einen weiteren Tagesausflug in den Mittleren Atlas, weit entfernt von den kaiserlichen Bauwerken.
FAQ — Was in Meknès unternehmen
Wie viel Zeit braucht man für einen Besuch in Meknès?
Kann man Meknès als Tagesausflug ab Fès besuchen?
Was ist Bab Mansour?
Ist die Medina von Meknès UNESCO-Weltkulturerbe?
Können Nicht-Muslime das Mausoleum von Moulay Ismail besichtigen?
Kurz gesagt
Meknès verdient weit mehr als einen kurzen Stopp auf dem Weg nach Volubilis: Es ist eine vollwertige Kaiserstadt mit einem der schönsten Tore Marokkos, beeindruckenden königlichen Kornspeichern und einer UNESCO-Medina ohne Gedränge.
Unsere 3 wichtigsten Tipps:
- Reservieren Sie mindestens einen halben Tag für die Bauwerke Moulay Ismails, bevor Sie weiter nach Volubilis fahren.
- Verbinden Sie Meknès und Volubilis in einem einzigen Tagesausflug ab Fès (etwa 1 Stunde plus 30 Minuten weiter).
- Genießen Sie die ruhigere Medina von Meknès für ein authentischeres Souk-Erlebnis als in Fès oder Marrakesch.



